Wenn Spielautomaten, Schurken und Waffen aufeinandertreffen, klingt das erstmal nach einem merkwürdigen Mix. Wir finden die Idee von Slots & Daggers aber so interessant, dass wir den neuen Titel von Friedemann und Future Friends Games unter die Lupe genommen haben.
Von Glück und Geschick
Startet man ein neues Spiel und liest man den Namen des ersten Gebietes, weiß man schon, was einen erwarten soll: Ödland der Schmerzen. Bevor man sich gegenseitig peinigt, muss man zunächst drei Ausrüstungsteile auswählen. Zu Beginn ist die Auswahl noch nicht so groß, aber wie in Roguelites schaltet man nach jedem Durchlauf neue Ausrüstung und Extras frei.
Bei der Start-Ausrüstung gibt es im Grund die Auswahl unter Waffen, Schilden, Zauber oder Münzen. Wählt weise und nehmt vorzugsweise zu Beginn immer ein Schild für die Verteidigung und eine Waffe mit, später auch gerne zwei.
Die unterschiedlichen Waffen können zwei Schadensarten wirken, nämlich physischen Schaden, der zunächst auf die Schilde geht, sowie magischen Schaden, der direkt zu Lebensabzug führen wird. Habt ihr eure Ausrüstung gewählt, wartet auch schon der erste Gegner auf euch. Diese haben je nach Level Lebenspunkt und Schildstärke, die es zum Sieg zu eliminieren gilt.

Das Gameplay läuft so ab, dass ihr zu Beginn wie bei einem Spielautomaten drei Slots habt, die automatisch starten und durch Drücken von A gestoppt werden. Das gestoppte Symbol wirkt dann entsprechend. Wird dreimal das gleiche Symbol gestoppt, folgt ein „Kritischer Treffer“, der dem Gegner besonders zusetzen wird oder eure Münzen bzw. Schilde stärker auflädt.
Upgrades für Fortschritt
Eure Gegner werden von mal zu mal stärker. Sie werden nicht nur mehr Lebenspunkte oder stärkere Schilde haben, sondern auch immer öfter mit stärkeren Waffen angreifen. In späteren Gebieten kommen sogar noch zusätzliche Fähigkeiten dazu, dann laden Gegner ihre Schilde auf oder heilen sich.
Aber das ist noch nicht alles, besonders gewiefte Schurken sperren einen Slot oder machen eine Ausrüstung bis Ende des Kampfes unwirksam. Umso besser, dass ihr nach jeder Runde nicht nur Münzen für eure Upgrades während des aktuellen Laufs verdient, sondern auch Chips, die nach eurem Tode ausbezahlt werden.

Die Chips dienen dazu, um eure Angriffe zu stärken oder die der Gegner abzuschwächen. Sie gewähren euch mehr Lebenspunkte, gönnen euch vielleicht sogar eine Wiedergeburt oder einen vierten bis fünften Slot, um noch mehr Kraft in eure Angriffe zu geben.
So wird es zwar viele Anläufe brauchen, um euch einerseits grundlegend aufzuleveln, andererseits eine gute Strategie mit den Upgrades während eines Laufs zu überlegen. Wann nehmt ihr eine 4. oder 5. Ausrüstung dazu, wann legt ihr eine ab, welche Ausrüstung wertet ihr auf - Fragen, die ihr ganz automatisch während des Spiels beantworten werdet, denn das Spiel ist sehr eingängig und schnell erlernt.
Fazit
Ich bin eigentlich nicht so der Freund von Pixelgrafik, aber Slots & Daggers sieht trotzdem edel und hübsch aus. Die Musik ist chillig und die wenigen Sounds passend in Szene gesetzt.
Das Gameplay ist schnell erlernt und macht durchaus auch schnell süchtig. Man möchte schnellstmöglich das zehnte Gebiet und in „Der letzte Saal“ das Ende des Spiels erreichen. Man wird einige Stunden brauchen, bis man genug Power gesammelt und auch mal das Glück auf seiner Seite hat, um letztlich alle Gegner zu besiegen.
Dann ist aber leider das Spiel nach einigen Stunden auch schon vorbei und 1.000 Gamerscore sind eingesammelt. Immerhin hat man anschließend die „Arena“ als Spielmodus freigeschaltet, wo man nochmal auf alle Gegner am Stück trifft, aber auf deutlich stärkere Versionen ihrer selbst.
Slots & Daggers ist insgesamt ein interessanter Mix für nur 7,99 Euro, mit dem man einige Stunden Spaß haben wird. Der Titel ist Handheld-optimiert und Xbox Play Anywhere geeignet.
Bewertung
Pro
- Leicht zu erlernen
- Süchtig machendes Gameplay
- Schönes Setting
Contra
- Etwas zu schnell durchgespielt
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